Gründung
in 1894 in Stadtbergen
Die Firma wurde im Jahre
1894 von Anton Konrad als Textilgeschäft gegründet. Sie
befand sich in Stadtbergen gegenüber
der
Gaststätte Bräuhaus. Der Verkaufsraum war nur einige qm groß
und die Ladeneinrichtung bestand aus einigen Holzschragen mit aufgelegten
Brettern. Als Prokurist der Pferseer Weberei J.P. Bemberg AG hatte Anton
Konrad die Möglichkeit, besonders preisgünstige Waren zu beziehen.
Beispielsweise mußte der Kunde damals für ein Raubettuch achtzig
Pfennige bezahlen. Deshalb war es nicht verwunderlich, daß viele
Kunden kamen und der Umsatz sehr befriedigend war.
Umzug
1910 nach Pfersee
Der erfreuliche Geschäftserfolg
veranlaßte Anton Konrad im Jahre 1910 die Verkaufsräume in das
von Maurermeister Karner
erworbene Haus Spichererstr. 25 in Pfersee zu verlegen. Dort standen
im Parterre ca 100 qm zur Verfügung. Die Firmen Bezeichnung lautete
nun: Anton Konrad Webwaren und Trikotagen. Verkauft wurden in dem für
damalige Verhältnisse modern gestalteten Laden ein volles Textilsortiment
mit Kurzwaren, jedoch ohne Oberbekleidung. Verkauft wurde von der Frau
des Firmengründers, Justina Konrad und ihren Töchtern Viktoria,
Maria und Anna. Trotz der relativ ungünstigen Randlage innerhalb des
Dorfes Pfersee - Die Eingemeindung in die Stadt Augsburg erfolgte erst
ein Jahr später - entwickelte sich das Geschäft sehr erfreulich,
sodaß bald einige Mitarbeiter eingestellt werden konnten. Besonders
begehrt waren bei den Kunden die Kunstseidenreste aus der Produktion der
Bemberg-Weberei. Auch die Gräfin Fugger ließ sich des öfteren
von Wellenburg nach Pfersee zum Restekauf kutschieren.
1938
zum heutigen Standort
Im Jahre 1938 konnten die
Verkaufsräume der Firma August Schwarz an der Augsburger Straße
25 gemietet werden,
um
dort eine Filiale zu eröffnen. Es standen nun zusätzlich ca.60
qm in bester Vorstadtlage zur Verfügung. Die Miete kostete 100 Reichsmark
monatlich. Die Geschäftsführung lag inzwischen in den Händen
von Ernst Konrad, des Sohnes des Firmengründers. Im 2. Weltkrieg mußte
der Laden an der Augsburger Str. wegen Warenmangels geschlossen werden
und konnte erst nach der Währungsreform wieder geöffnet werden.
Im Jahr 1950 konnte das Haus Augsburger Str. 25 gekauft werden. Das Geschäft
an der Spicherer Str. wurde 1956 entgültig aufgegeben, nachdem zuvor
noch einige Jahre darin eine Bettfedernreinigung betrieben wurde. Die volle
Konzentration richtete sich auf den Standort an der Augsburger Straße.
Ausbau
zum Kaufhaus 1962
Nach jahrelangen Vorbereitungen
konnte dann im Jahre 1962 der erste Erweiterungsbau durchgeführt werden.
Am 2. November 1962, nach achtmonatiger Bauzeit konnten Ernst Konrad
und seine Frau Lotte das Kaufhaus, mit einer
Verkaufsfläche
von 420 qm eröffnen. 1965 erfolgte der Abschluß an den Kaufring,
Düsseldorf, dem größten Einkaufs-Verbund Europas. Damit
waren die Weichen für eine weitere steile Aufwärtsentwicklung
gestellt.
Erweiterung
des Kaufhauses 1974
12 Jahre später -1974-
zogen wieder die Bauhandwerker auf. Diesmal war geplant das ganze, noch
verbliebene Areal zu nützen. Am 30 Oktober 1974 konnte das neue Haus
eröffnet werden. Es hatte jetzt ein Volumen von 1000 qm in 2 Etagen.
Außerdem einen Lagerraum von 270 qm. Mit den Verkaufs- und den Lagerräumen
sowie den Büros und sonstigen Räumen verfügt das Haus über
eine Gesamtgeschäftsfläche von 1600 qm. Das Warenangebot konnte
erheblich erweitert werden in Richtung Kaufhausvollsortiment.
Seit 1980 führen die Enkel des Gründers - in der 3. Generation- Klaus und Wolfgang Konrad, zusammen mit ihrer Mutter Lotte Konrad, das Unternehmen.